
Sabine -
Schuldgefühle und Erschöpfung
Sabine (42)arbeitet als Coach und fühlt sich seit Jahren chronisch erschöpft. Sie beschreibt ein diffuses Schuldgefühl, das sie in vielen Lebensbereichen begleitet – beruflich wie privat. Obwohl sie „eigentlich alles richtig macht“, bleibt das Gefühl, nicht genug zu sein.
Die Aufstellung
Sabine stellt drei Figuren auf: sich selbst, ihre Mutter, ihre Großmutter. Schon die Position fällt auf. Sabine steht nicht hinter, sondern direkt zwischen Mutter und Großmutter, leicht zur Großmutter hin geneigt.
Angelika bittet Sabine, kurz selbst auf den Platz der Großmutter zu wechseln. Sabine wird still: „Hier ist es schwer.“ Erst über diesen Perspektivwechsel wird ihr klar, was sie aus der Familiengeschichte mitträgt: einen Schmerz, der nicht ihrer ist.
Die Wirkung
Sabine erlebt direkt nach der Aufstellung kein dramatisches Aha-Moment, sondern eine ungewohnte Stille. In den Tagen danach merkt sie es im Alltag: weniger innerer Druck, mehr Atem, eine neue Klarheit darüber, wo ihre eigene Rolle endet und wo die anderer beginnt.
„Zum ersten Mal habe ich verstanden, warum ich mich immer so fremdbestimmt fühle.“







